Die Pop Art begann nach der Malerei und Skulptur in den 1960 Jahren endlich auch das Produktdesign zu beeinflussen. Pop-Art Möbel, wie beispielsweise die des Dänen Verner Panton, erfreuten sich durch die Verwendung von hellen, leuchtenden Farben, geometrischen Formen und außergewöhnlichen Designs sehr schnell großer Beliebtheit. Ein Pop-Art-Klassiker hat typischerweise einen starken, unverwechselbaren Stil, ist mutig und selbstbewusst.

 

Möbeldesigner griffen die Ideen der Pop Art gerne auf, weil sie die Grenzen zur alltäglichen Warenästhetik öffnete. So verabschiedeten sich nach und nach viele Designer von den bis dahin vorherrschenden Grundgedanken des Funktionalismus. Nicht mehr allein die Funktion und der Zweck sollten die Form eines Möbelstücks bestimmen, sonder immer mehr auch dekorative, ja sogar spielerische Gesichtspunkte.

 

Sowohl im Möbeldesign, als auch in Malerei und Skulptur ist die Hinwendung zu reinen, klaren Gegenständen des Alltags und Konsumobjekten der Massengesellschaft charakteristisch. Die Popkünstler versuchten also Ästhetik und Leben  miteinander zu verbinden.  Dabei bedienten sie sich oft dem Feld der Massenmedien und -unterhaltung (Comics, Film, Kitschromane, Regenbogenpresse, Sciencefiction, Werbung). Die Vertreter der Pop Art waren dabie bei ihren Entwürfen oft ambivalent zwischen emotionalen Motiven und sachlich-kühlen Darstellungen. Die einzelnen Formen wurden von einigen Popkünstlern, wie man es aus Comic-Heften kennt, mit schwarzen Linien umrandet.

Womöglich aufgrund der gestalterischen Nähe zu unterhaltsamen Medien und verspielten Formen wurde bald erkennbar, dass auch und besonders Kinder ein großes Gefallen an Einrichtungsgegenständen dieser Strömung haben. Denn Möbel und Accessoires im Pop-Art-Stil sorgen vor allem für gute Laune. Neben den knalligen Primärfarben Rot, Gelb und Blau stehen vor allem ein schrilles Grün oder Orange für den Geist der wilden Kunst- und Design-Ära. Die psychologischen Effekte dieser lebensbejahenden Farben sind bekannt: Sie gelten als natürliche Stimmungsaufheller und werden im Rahmen der Farbtherapie deshalb bevorzugt bei der Behandlung seelischer Verstimmungen eingesetzt.

 

So haben jene, die es sich leisten konnten, die Kinderzimmer auf Wunsch ihres Nachwuchses zu großen Teilen mit Möbeln und Dekoration der Pop-Art eingerichtet. Heutzutage sind sowohl Designklassiker als auch Nachempfindungen der Pop-Art Möbel teilweise sehr günstig zu haben und erfreuen sich wieder einer immer größeren Beliebtheit.

 

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